Leben essen

Dem Essen wieder eine Geschichte geben.

Mit vielem von dem, was auf unseren Tellern landet verbindet uns keine Geschichte mehr. Unser Essen, unsere Nahrung stammt zunehmend aus Tier- und Fischfarmen und auch der Gemüse- und Obstmarkt wird zunehmend von den Großkonzernen kontrolliert. In unseren Herzen tragen wir aber das alte Wissen, dass uns mit dem Essen auf unseren Tellern eine Geschichte verbindet. Dieses Wissen stammt noch aus Jäger- und Sammlertagen, ein Wissen, dass immer noch in unseren Zellen ruht.
Ein Fisch mit der Angel im Meer zu fangen und ihn anschließend zuzubereiten, ist eine Rückkehr in dieses alte Wissen. Innere und äußere Welt harmonisieren und das Essen des Fisches, ist auch eine Feier des Lebens selbst.
Sich dem Fisch zuzuwenden, und ihm dankbar das Leben auszuhauchen ist eine ganz andere Energie, als die Energie von Tieren aus der Massentierhaltung.
Es ist ehrlicher und es ist stimmiger.
Wer tötet sonst die Tiere für uns, reißt den Salat aus Mutter Erde und "stellt" Nahrung für uns her?
Je mehr wir unsere Nahrung wieder eine Geschichte geben, die uns mit ihr verbindet, desto stimmiger wird sich das auch für uns anfühlen.
In der Seminararbeit mache ich Mut, sich dem Leben auch über den eigenen Teller wieder zuzuwenden.
Und der selbstgefangene Fisch ist ein großer Lehrer auf dieser Reise.
Die Bilderstrecke zeigt eine Meerforelle, die ich in einem Basic-Seminar gefangen, und als "Graved-Meerforele" zubereitet habe.

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