Das große Insektensterben

Das große Insektensterben.

Jetzt werden die Laubbläser wieder rausgeholt. 

Alles schön ordentlich machen für den herannahenden Winter, der zwar keiner mehr ist - aber das ist ein anderes Thema.

Laub im Garten ist ein Zeichen von Unordentlichkeit, von Wildheit, einem Zustand, der dem Menschen zunehmend Angst macht. 

Das Wilde ist verschwunden in den Menschen, und es verschwindet gerade mit atemberaubender Geschwindigkeit auch in der Natur. 

Ordentlich muß es sein, glatt gebügelt, Mainstream in unseren Herzen und in unseren Gärten.
Die Pestizide der Globalisierung heißen Bildungspolitik und Verblödung durch die digitalen Medien. 

In den Gärten sieht es aus wie in den Herzen - zugepflastert und zubetoniert.
Dazu eine Hecke aus Kirschlorbeeren, mit der kein nordeuropäisches Insekt irgendetwas anfangen kann.
Und jetzt wieder dieses unsägliche, wilde Laub - weg damit!
Und damit auch weg mit den Schutz- und Rückzugsräumen für die Insekten im Winter.
Ja, die Großkonzerne tragen eine riesige Verantwortung für den Insektenschwund.

Aber mindestens genauso verantwortlich sind die Bürger einer Gesellschaft mit ihren geharkten und zugepflasterten Vorgärten. 

Keine Angst, das Laub wird euch nicht töten, wohl aber eure Angst vor dem Wilden.

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